U-Wert berechnen
Der U-Wert ist die Zahl hinter jeder Heizlastberechnung. Hier die üblichen Werte, wie U und R zusammenhängen, und ein Rechner, der den U-Wert aus den Schichten einer Wand berechnet.
Kurz gesagt: der U-Wert (W/m²K) ist die Wärme, die pro m² für jedes Grad Unterschied zwischen innen und außen durch ein Bauteil geht; niedriger ist besser. Der R-Wert (m²K/W) ist der Widerstand; höher ist besser. Für eine Wand gilt U ≈ 1 ÷ (R + 0,17). Eine ungedämmte zweischalige Wand hat U 1,40; nach dem GEG muss eine sanierte Außenwand U 0,24 erreichen.
Übliche U- und R-Werte
Das sind die Standardwerte des HeatLoss Pro Planers. Nutzen Sie sie für ein bestehendes Gebäude, dessen genauer Aufbau unbekannt ist.
| Wände | U (W/m²K) | R (m²K/W) |
|---|---|---|
| Vollziegel, ungedämmt | 2,10 | 0,3 |
| Naturstein, ungedämmt | 1,90 | 0,4 |
| Zweischalig, leere Luftschicht | 1,40 | 0,5 |
| Teilgedämmt | 0,55 | 1,6 |
| Gedämmt (1980er–2000er) | 0,35 | 2,7 |
| Neubau, 100 mm PIR | 0,22 | 4,4 |
| Passivhaus | 0,12 | 8,2 |
| Fenster, Böden und Dächer | U (W/m²K) | R (m²K/W) |
|---|---|---|
| Einfachverglasung | 5,00 | — |
| Alte Zweifachverglasung | 2,80 | — |
| Wärmeschutzverglasung, zweifach | 1,30 | — |
| Dreifachverglasung | 0,80 | — |
| Bodenplatte, ungedämmt | 1,10 | 0,7 |
| Bodenplatte, 50 mm Dämmung | 0,40 | 2,3 |
| Bodenplatte, 100 mm+ PIR | 0,18 | 5,4 |
| Dach, ungedämmt | 2,00 | 0,3 |
| Dach, 100 mm Dämmung | 0,40 | 2,3 |
| Dach, 300 mm Dämmung | 0,14 | 7,0 |
GEG bei Sanierung: Außenwand, Steildach und oberste Geschossdecke U ≤ 0,24, Kellerdecke U ≤ 0,30, Fenster Uw ≤ 1,3.
So berechnen Sie einen U-Wert
Jede Schicht bremst die Wärme mit ihrer Dicke geteilt durch ihr λ. Dämmstoffe haben λ 0,02–0,04, Ziegel etwa 0,77 und Beton 1–2: 100 mm Dämmung leisten mehr als ein Meter Ziegel. Eine ruhende Luftschicht zählt als fester R-Wert von etwa 0,18.
U-Wert-Rechner
Geben Sie die Schichten von außen nach innen ein. Das Beispiel ist Kalksandstein mit 120 mm WDVS.
Vom U-Wert zur Heizlast
Multiplizieren Sie den U-Wert jeder Fläche mit ihrer Größe und dem Temperaturunterschied und addieren Sie die Lüftungswärmeverluste: das ist die Heizlast eines Raums. Ein Rechenbeispiel finden Sie unter Heizlast berechnen. Im Planer wählen Sie für jede Wand, jedes Fenster, jeden Boden und jedes Dach einen Aufbau, oder bauen ihn Schicht für Schicht auf. Die Flächen kommen aus der Zeichnung, also steht die Heizlast jedes Raums schon beim Zeichnen fest. Zeichnen ist kostenlos; eine vollständige Berechnung mit PDF-Bericht kostet 1 €.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen U-Wert und R-Wert?
Der R-Wert (Wärmedurchlasswiderstand) in m²K/W gibt an, wie stark ein Bauteil die Wärme bremst: höher ist besser. Der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) in W/m²K ist die Wärme, die hindurchgeht: niedriger ist besser. Für eine Wand gilt etwa U = 1 ÷ (R + 0,17), wobei 0,17 die Wärmeübergangswiderstände innen und außen sind. Fenster werden immer mit Uw angegeben.
Welche U-Werte verlangt das GEG bei einer Sanierung?
Wer ein Bauteil erneuert, muss nach dem Gebäudeenergiegesetz höchstens U 0,24 W/m²K für Außenwände, Steildächer und oberste Geschossdecken, 0,30 für Kellerdecken und 1,3 für Fenster (Uw) erreichen. Für die BEG-Förderung gelten strengere Werte, etwa 0,20 für Außenwände, 0,14 für Dächer und 0,95 für Fenster. Prüfen Sie die aktuellen Werte vor der Planung.
Wie berechnet man einen U-Wert?
Teilen Sie die Dicke jeder Schicht (in Metern) durch die Wärmeleitfähigkeit λ des Materials: das ist der R-Wert der Schicht. Addieren Sie alle R-Werte und die Wärmeübergangswiderstände (0,13 innen und 0,04 außen bei einer Wand). Der U-Wert ist 1 geteilt durch die Summe.
Was bedeutet die Wärmeleitstufe WLS 035?
Sie gibt die Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffs an: WLS 035 heißt λ = 0,035 W/mK, WLS 022 heißt 0,022. Je kleiner die Zahl, desto dünner kann die Dämmung für denselben U-Wert sein. Im Rechner unten steht λ neben jedem Material.
Welchen U-Wert haben Fenster?
Eine moderne Zweifach-Wärmeschutzverglasung hat einen Ug von etwa 1,1, Dreifachverglasung 0,5–0,8, alte Zweifachverglasung etwa 2,8 und Einfachverglasung etwa 5,0 W/m²K. Der Rahmen zählt mit: ein ganzes Fenster (Uw) ist meist etwas schlechter als das Glas allein.
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