Heizlast pro m² nach Baujahr
Die schnellste Schätzung, die es gibt: Wohnfläche × übliche Heizlast pro m². Gut für eine erste Idee der Wärmepumpenleistung, nicht um danach eine zu kaufen.
Kurz gesagt: bei 20 °C innen und −12 °C außen verliert ein Haus grob 120–135 W/m², wenn es von vor 1949 und unsaniert ist, 85–105 W/m² aus 1949–1994, 55–65 W/m² aus 1995–2015 und 40 W/m² oder weniger, wenn es neuer ist. Eine Doppelhaushälfte mit 100 m² aus den 1960ern braucht unsaniert etwa 11 kW.
Schnelle Schätzung
Übliche Heizlast pro m²
Für eine Doppelhaushälfte bei 20 °C innen und −12 °C außen. Freistehende Häuser und Bungalows verlieren etwa 15–20 % mehr; Reihenhäuser und Wohnungen weniger.
| Baujahr | W/m² | Haus mit 100 m² |
|---|---|---|
| Vor 1919 | 133 | 13,3 kW |
| 1919–1948 | 120 | 12,0 kW |
| 1949–1978 | 107 | 10,7 kW |
| 1979–1994 (WSchV) | 87 | 8,7 kW |
| 1995–2008 | 67 | 6,7 kW |
| 2009–2015 (EnEV) | 53 | 5,3 kW |
| 2016 oder neuer (EnEV 2016, GEG) | 40 | 4,0 kW |
| Passivhaus | 20 | 2,0 kW |
Warum das nur eine erste Schätzung ist
Die Heizlast hängt davon ab, woraus ein Haus gebaut ist, nicht wann. Zwei Häuser aus den 1930ern können sich um den Faktor zwei unterscheiden: das eine mit gedämmter Fassade, gedämmtem Dach und neuen Fenstern, das andere noch im Originalzustand. Auch die Form zählt: ein schmales, tiefes Haus oder eines mit großem Anbau hat mehr Außenwand pro m² Boden.
Für eine Wärmepumpe reicht die Summe auch nicht. Jeder Raum braucht seine eigene Zahl, um seinen Heizkörper oder seine Fußbodenheizung bei der niedrigen Vorlauftemperatur zu prüfen. Das liefert eine raumweise Berechnung. Im HeatLoss Pro Planer zeichnen Sie den Grundriss nach und wählen die Bauteile, und die Heizlast jedes Raums erscheint schon beim Zeichnen: etwa 5 Minuten für ein typisches Haus. Zeichnen ist kostenlos; eine vollständige Berechnung mit PDF-Bericht kostet 1 €.
Häufige Fragen
Welche Heizlast pro m² ist normal?
Bei 20 °C innen und −12 °C außen grob 120–135 W/m² für ein unsaniertes Haus von vor 1949, 85–105 W/m² für 1949–1994, 55–65 W/m² für 1995–2015 und 40 W/m² oder weniger für einen Neubau. Ein freistehendes Einfamilienhaus verliert mehr als ein Reihenmittelhaus gleicher Größe, weil es mehr Außenwände hat.
Wie viel kW Wärmepumpe brauche ich für 150 m²?
Etwa 5–8 kW für einen Neubau oder ein gut gedämmtes Haus, 12–16 kW für ein Haus von 1949–1994 und 16–20 kW für ein altes, unsaniertes Haus, bei −12 °C außen. Die Wärmepumpe muss diese Leistung laut Datenblatt bei der Norm-Außentemperatur liefern.
Wie genau ist eine Schätzung pro m²?
Nicht sehr: zwei Häuser desselben Baujahrs können sich um den Faktor zwei unterscheiden, je nach Dämmung, Fenstern, Luftdichtheit und Form. Nutzen Sie sie für eine erste Idee der Leistung, prüfen Sie sie mit Ihrem Gasverbrauch, und lassen Sie die Heizlast raumweise berechnen, bevor Sie eine Wärmepumpe kaufen.
Welche Fläche zählt?
Alle beheizten Geschosse zusammen, innerhalb der Außenwände gemessen: meist etwa die Wohnfläche aus Exposé oder Bauunterlagen. Ein unbeheizter Dachboden, Keller oder eine Garage zählt nicht mit.
Das ganze Haus in 5 Minuten
Zeichnen Sie Ihren Grundriss nach und sehen Sie schon beim Zeichnen die Heizlast jedes Raums, die Größe der Wärmepumpe und die Prüfung der Heizkörper. Kostenlos testen, nichts installieren, keine Anmeldung.
Planer kostenlos öffnen